KI-künstlicher Bruder und Menschenbruderschaft

Workshop Berlin: 10.-12. April
mit Wolfgang Schneider und Gunhild von Kries

Künstliche Intelligenz als technischer Bruder
und der Geistraum der Menschenbruderschaft

Wahrnehmungsübungen von Geistaspekten an Berlins Rechenzentren und Templerorten

Längst beherrscht KI nicht nur die Technik, sondern formt durch ihren vermenschlichten Gebrauch auch unser Bewusstsein. Doch mit der umfassenden Anwendung als kollektive Intelligenz dringt die KI auch in Geisträume ein. Um und in Berlin finden sich zahlreiche Rechenzentren, die bereits in Betrieb sind oder sich im Bau oder in der Planung befinden. Teilweise zeigen deren Lagen eigenartige Affinitäten zu Orten der Templer, was deren Geistaspekt offenbart. Menschengeist scheint Technikgeist anzuziehen – ermöglicht aber auch, dessen Durchdringung zu erfahren.

An die Templerzeit erinnert Tempelhof als Vorfeld einer im Süden Berlins gelegenen Komturei mit mehreren erhaltenen Dorfkirchen. Auch der Turm der Nikolaikirche als Gründungsort der Doppelstadt Berlin/Cölln geht in diese Zeit zurück; die Templer besaßen das Patronatsrecht von St. Nikolai. Im Osten Berlins schloss sich mit Lietzen ein weiterer erhaltener Komtureihof an. Die Templer, ein geistlicher Ritterorden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen des Mönchtums vereinte, hatten ursprünglich die Aufgabe, die Straßen des Heiligen Landes für christliche Reisende zu sichern. Mit ihnen verwob sich der Geistraum Mitteleuropas mit Jerusalem zu einem Raum der Menschlichkeit. Heute sind diese Templerorte Berlins vergessen und von der deutschen Geschichte überlagert: Tempelhof als Flugplatz der Nationalsozialisten und auch die Nikolaikirche als deren Reichsweihestätte tragen dieses Erbe; das Notaufnahmelager Marienfelde trägt den Schatten der deutsch-deutschen Teilung.

Auch Berlins Rechenzentren weisen Bezüge zu den Templerorten auf: Das Data Center in der Geradestraße beim ehemaligen Flughafengelände liegt exakt auf der Achse des Flughafengebäudes zum Kreuzberg und schließt sich der von Albert Speer geplanten monumentalen Nord-Süd-Achse für Germania an – einem okkulten Einweihungsweg der Nationalsozialisten. Unter- und Übersinnliches verknüpfen sich erneut. Ähnlich, wenn auch nicht von solcher Dimension, ist die Lage des Rechenzentrums in der Lankwitzstraße zu Alt-Marienfelde; sie liegt auf der Achse der alten Templerkirche. Ein drittes Beispiel einer solchen Beziehung ist das Rechenzentrum in Mahlsdorf, das sich auf der Verbindungslinie der Nikolaikirche zur Templerkomturei in Lietzen befindet.

Gewiss gibt es nur sehr wenige solcher Beispiele. In Berlin offenbaren sie das Hineindringen einer kollektiven KI, die längst in Geistsphären hineingewachsen ist. Es scheint, als wiederhole sich in einer technologischen Welt die Geschichte der Nationalsozialisten. Uns so modern erscheinende technisierte Zukunftsvisionen vom Google AI Center in der Nähe der Museumsinsel greifen nach Berlins geistigem Landschaftszentrum. Oder Teslas Gigafactory in Grünheide offenbart eine Zukunftswelt entgegen der Menschlichkeit und Friedenskraft des Dissidenten Robert Havemann aus Grünheide.

Es ist, als sei der Geistesbruder der Templer durch eine roboterhafte KI ersetzt - als säßen jetzt im alten Templersiegel Ritter und KI gemeinsam auf einem Pferd. Aus dieser Nähe von Technik- und Menschengeist erwachsen nicht nur Möglichkeiten der Wahrnehmung, sondern auch die Chance, dieser längst weltumspannenden KI zu begegnen. Die Templer traten für eine wahre Geistigkeit der Menschenbruderschaft ein und haben den Jerusalem-Impuls nach Europa getragen. Die friedliche Revolution 1989 trug die Hoffnung eines gesellschaftlichen Wandels. Heute ermöglichen uns vielfältige Impulse der Anthroposophie sowie Impulse in vielen gesellschaftlichen Bereichen, bewusst für eine Geistigkeit einzutreten.

Im Vortrag lassen verschiedene Wahrnehmungsübungen diese unter- und übersinnlichen Kräfte der Technik sowie des Geistigen erlebbar werden. Im Seminar wollen wir an diesen Orten der Templer wie der Rechenzentren und an Standortbeispielen KI-getriebener Unternehmen dieses Geschehen unserer heutigen menschlichen Entwicklung erfahren, um eine Menschenwelt der Brüderlichkeit in der Zukunft zu entfalten. Die KI ist nur ein technisches Abbild unserer geistig impulsierten Welt!

Gunhild von Kries besonderes Empfinden für die Zeit lassen uns die Auswirkungen des Digitalen weiter vertiefen. Die Klänge ihrer Streichinstrumente "Tähtivirta" ermöglichen die Entfaltung einer schwesterlichen/brüderlichen Zukunftssphäre.  

Beginn: Freitag   18 Uhr,  Rudolf Steiner Haus, Bernadottestraße 90/92, 14195 Berlin-Dahlem
Ende: Sonntag ca. 16 Uhr,
Kosten: 150€, Ermäßigung auf Anfrage, junge Erwachsene frei.
Organisation, Anmeldung: Jana Rieger, Tel: 030-92379317 / jana(dot)rieger(at)web(dot)de