Meditationen

Übungen zur meditativen Wahrnehmung

In den nachfolgenden Übungen zum Ukrainekrieg sind unterschiedliche Meditationen und bewusste Wahrnehmungen miteinander kombiniert.
Handgesten führen zu einem inneren Erleben der Veränderungen durch das
Christuswirken. Die aufeinander folgenden Schritte dienen am Anfang der Erkenntnis und machen vor den
Schattenaspekten des Krieges nicht halt. Sie ermöglichen eine Wirkkraft aus dem Zusammenhalt im Geistigen.


10 Meditationen zum Krieg

Engel

In diesen Tagen des Krieges scheint mir mein Schutzengel präsenter und eindringlicher geworden zusein. Bisher war er eher rechts neben/hinter mir. Bei jungen Menschen scheint er jetzt voranzugehen.

Die Übung mit dem Engel beruht auf das erspüren seines geistigen Aspektes. Durch den innerlichen Vergleich mit den eigenen spirituellen Wesensgliedern läßt sich der Engel ertasten.

Konzentriere dich auf den geistigen Teil deiner Aura, die Wesensglieder nach dem ich, die dich weiter als etwa 50cm umhüllen. Mit dieser Schwingung ist auch der Engel auf deiner rechten Seite präsent. Mit deinen Händen kannst Du ihn ertasten, wie er neben dir steht und dich durchdringt. Wie die Innerlichkeit deines Herzens, mit seinem Herz verwoben ist.

Wie du in seine Augen blickst und er dich schaut mit den Augen der geistigen Welt. Wie eindringlich diese Sicht jetzt geworden ist.

 

Legionen der Hierarchien

Versuche ich, in dieser Zeit des Krieges die geistige Welt wahrzunehmen, sehe ich wie in mittelalterlichen Ausmalungen von den Gewölbedecken der Kirchen Legionen von Egeln im Kampf.

In die Legionen der Engel fühle ich mich mithilfe einer Schale, die meine Hände bilden. Unter der Schale liegen in der Tiefe die Sphären der Erde, die Schale selbst ist gefüllt mit meiner Herzkraft und über der Schale öffnet sich der Raum der Legionen der Engel.

Bilde mit deinen Händen eine Schale vor dir, die mit deiner Herzkraft gefüllt ist. Lenke deine Aufmerksamkeit über die Schale deiner Hände, für die Welt der Engel.
Besinne dich auf den Blick deines eigenen Schutzengels und schaue mit seinen Augen diese Welt der Heerscharen.
Auf ihr eindringliches Tun in der Zeit des Krieges,
ihr eintreten für die Wahrheit
und das Leben des Geistes.

Begegnung mit dem Gekreuzigten

Wenn ich innerlich in den Ostraum schaue, begegnet mir in den Schatten des Krieges der erneute Gekreuzigte mit seinen Wunden. Voller Mitleid und gleichzeitig so mahnend blickt er mich an.
Auf den Gekreuzigten stimme ich mich ein durch die Berührung der Stelle der Seitenwunde, die rechts unter dem Herz liegt.

Besinne dich auf den erneut Gekreuzigten, indem du mit der rechten Hand die Stelle der Seitenwunde berührst.
Wende dich nun in die Weite nach Osten auf den Krieg dort und spüre oder erblicke innerlich den Gekreuzigten.
Öffne dich für seinen Blick auf dich, der gleichsam der Blick mit seinen Augen auf die Welt des Krieges ist.

Die drei Kreuze

Drei Kreuze standen auf dem Kalvarienhügel. In der Tradition neben dem mittleren lateinischen Kreuz Christi die beiden Schächer Kreuze mit Dismas als dem bereuenden Räuber zur Rechten Christi und zur Linken Gestas dem Spötter.

Drei Handgesten Symbolisieren diese: Die senkrechte Geste der aneinander gelegten Handflächen steht für das Passionskreuz und eine V-förmige Geste der Hände den Schächer Qualitäten, wobei die Hände für den Spötter verdreht sind.

Bei den Schächern zeigt sich, wie weit der Ungeist des Krieges vorangeschritten ist und welcher Abgrund sich beim Spötter auftut
Besinne dich auf die Kreuzigung und halte für das Passionskreuz Christi beide Handflächen senkrecht aneinander für die Geistigkeit Christi.
Für das Kreuz zur rechten Christi öffne nun die Handflächen zu einer V-förmigen Geste und bildet so ein Gabelkreuz. Erblicke das Ringen um die Geistigkeit im Geschehen des Krieges im Weltengeist.
Für das Kreuz des Spötters linken Christi, bilde wieder mit deinen Händen das V-förmige Gabelkreuz, verdrehe deine Handflächen jedoch zu einander. Spüre den Abgrund des Krieges, die den Weltengrund erschüttert.

Marias Tränen

Maria steht voller Trauer am Kreuz, ihre Tränen erfüllen die Sphären der Erde.

Die Gnadenkraft Marias erlebe ich, indem ich mich in einer ihrer in meiner Hand liegenden Träne hinein fühle.

Öffne dich erneut für den östlichen Raum, auf dessen Weite und der Trauer.

Für Maria lege deine gewölbten Hände aneinander, spüre in den Raum den sie bilden ihre Trauer.
Bilde nun mit einer Hand eine Schale vor deinem Herzen und fange eine Träne auf. Begegne der Gnade Marias, indem du dich in diese Träne hinein fühlst. Nimm diese Gnadenkraft in dein Herz und nehme teil an ihrer Ausbreitung in den Sphären der Landschaft, in der Welt des Krieges.

Das erneuerte Christusopfer

Im Herzraum liegt wie ein Goldgrund eine verborgene Erinnerung einer Christusbegegnung am Beginn der Inkarnation. Als Christus und Sophia trägt dieser eine geistige Unversehrtheit die sich in den Wesensgliedern, als Kern abbildet. Auch im Schatten des Krieges bleibt dieser erhalten als Opferkraft verwoben mit dem Gekreuzigten für eine Zukunftswelt.

Nehme deine Herzmitte wahr, wie sie verwoben ist mit Christus am Anfang. Erinnere dich wie seine Liebeskraft in dein Herz dringt.
Nehme deine Rippenbögen wahr, wie sie eine Schale bilden die dein Herz trägt.
Diese Sphäre ist der Goldgrund deines Herzens. Du kannst sie ausdehnen über deinen rückwärtigen Raum in das Ätherische, das Seelische oder das Ich bis in deinen geistigen Raum. Erblicke, wie sich in diesen Wesengliedern der Aura auch den Krieg der Ukraine findet mit seinem Donner, seinen Flammen, seinen Toten.
Wie Christusopferkraft als Zukunftskeim daraus die Wahrheit, das Wort und das Leben für den Geist hineinschreibt in dir wie in den Weltengrund.

Das Panorama des Christuswirkens

In Augenblicken der Krise öffnet sich für uns ein zeitlich gedehnter Raum. Ein Augenblick wird zu Minuten. Auch in besonderen Lebensumständen dehnt sich die Zeit.
Wir erleben eine geistige Einbettung und erkennen das Schicksal, ein Wirken der Engel und Christus wird darin sichtbar.
Jetzt in der Ukraine geschieht dies im Schatten des Krieges. Mit der Dunkelheit strömt eine Welle der Zeitlosigkeit durch die Sphären der Welt.

Konzentriere dich auf das Geschehen des Krieges. Lass dich einen Augenblick innerlich davon im Herzen berühren.

Achte nun auf den Zeitaspekt dieses Augenblickes des Schreckens und erlebe, wie sich dieser Moment ausdehnt. Gleichsam die Engelwelt ein Panorama aufgespannt und darin das Christus wirken sichtbar wird, ein Schicksalwirken in Christi.

Der Goldgrund

Der Hintergrund von Ikonen oder in der Darstellung von Engeln auf Gemälden aus dem Mittelalter wird golden dargestellt. Dieser Goldgrund ist ein Symbol für die tiefe Herzkraft der geistigen Welt, die von der Liebe des Christus durchdrungen ist. In der erneuten Kreuzigung verströmt Christus diese Goldkraft in die Sphären der Erde.

Nehme den gekreuzigten im Osten wahr, indem du noch einmal bei dir die Stelle der Seitenwunde berührst.

Wie im erneuten Golgathageschehen in dir eine sakrale Stimmung sich von deinem Herzen ausbreitet und deinen inneren Blick mit der Goldkraft der Christus Liebe erfüllt.

Erkenne diese Liebeskraft die Sphären der Erde durchdringt

Kreuzabnahme

Die Kreuzabnahme wird umgeben von einer Dunkelheit. Joseph von Arimathia und Nikodemus hüllen Christus in ein Tuch und nehmen ihn vom Kreuz ab. Schließlich hält Maria ihren Sohn in den Armen. Der Leib Christi wird jedoch von einem inneren Licht durchdrungen. Auch dieser Krieg lässt die sonst so lichten Sphären der geistigen Welt dunkel erscheinen. Nur sein herabgenommener Leib, wie die Körper der Toten des Krieges sind von einer Lichtkraft erhellt.

Nehme noch einmal den Gekreuzigten wahr. Wer herab genommen wird und schließlich in den Arm Marias liegt.

Nehme die einen Augenblick Zeit die Begegnung von Josef von Allee Materie Nikodemos und Maria.

Öffne dich schließlich für Dung die Dunkelheit des Krieges das innere Licht von Christus.

Erkenne wie auch dieses Licht die Toten des Krieges berührt.

Ruach

Die Kraft der Engel, die Gegenwart des Gekreuzigten, das erneute Christusopfer in uns und Marias
Gnade deuten auf die Zunahme des Geistigen in dieser Zeit des Krieges. Dies läßt sich als Ruach wahrnehmen als geistigen Odem. Ich erlebe dies in allen Qualitäten dieser vorgestellten Übungen, aber Vielleich besonders im Rauschen des Flügelschlags als Symbol der geistigen Kraft der Legionen von Engeln. Sie durchdringen jetzt den menschlichen Raum im Gegensatz zu den Zerstörungskräften des Krieges.

Nehme erneut deinen eigenen Engel wahr und konzentriere dich auf dessen Flügel:

wie das rauschen seines Flügelschlags mit den Heerscharen der Engel verbunden ist, deren Klang und Hauch.

Wie diese Kraft als Ruach den Weltenraum durchdringt.